Für Leib und Seele

Was für ein wunderschöner Garten! In voller Pracht finden sich die bunten Blüten gleich neben Möhren Kohlrabi und Spalierobst. Das schöne ist mit dem Nützlichen aufs Beste verbunden. Ein Anblick der mein Herz höher schlagen lässt.

Längst weiß man, dass die richtige Zusammenstellung der Gartenpflanzen ein guter Schutz vor Schädlingen ist und den Einsatz von Chemikalien oft unnötig macht. So wachsen Blumen und Gemüse dicht an dicht in einer sinnvollen Nachbarschaft. Die Blumen dienen, den Bienen als Nahrung und den Menschen, der damit bunte Sträuße binden kann, zur Freude. Das selbst angebaute Gemüse ist ein wohltuender und aromatischer Genuss. Kein Vergleich zur intensiv gedüngten Massenware aus dem Supermarkt, wie ich selbst jetzt erfahren durfte mit dem Gemüse aus meiner Schwiegertochter`s Garten.

Gartenarbeit ist zwar zeitintensiv und anstrengend, die Vorteile überwiegen bei weitem. Der Salatkopf ist nicht mit dem LKW über viel Autobahnkilometer transportiert worden. Die Kohlrabi kommen nicht aus Südeuropa. Vom Garten direkt in den Kochtopf schont die Ressourcen unserer Erde und ist oben drein eine Wohltat. Wer denkt da nicht an den unbeschreiblichen Geschmack noch sonnenwarmer Tomaten zum Abendessen oder an frischen Kräuter im Salat? Lebensmittel im ursprünglichen Sinn. Sorgsam steche ich die Erde um, meine Schwiegertochter befreit sie von Unkräutern. Neue Früchte sollen wachsen. Vielleicht will sie den Ertrag auf einen nahe gelegenen Markt verkaufen? Nein sie versorgt die Familie und mich, der den Wert von Selbstangebautem zu schätzen weiß und die Güter dankbar annimmt. Ob sie schon daran denkt wie sie das, was nicht gleich verwertet werden kann, sorgsam für den nächsten Winter konserviert? Mit Liebe gepflanzt. Mit Liebe gekocht. Mit Liebe gegessen.

Wenn man das Bild so betrachtet, stellt man fest, dass der Garten, von Wiesen, Weinbergen im Hintergrund und Obstbäumen gesäumt, ein kleines Paradies ist. Noch Sonne und Wolken, und der Sommertag scheinen einem Bilderbuch entsprungen.

Paul Gerhardt hat die Freude am Garten mit einem sehr bekannten Vers beschrieben: „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmückt haben, sich ausgeschmückt haben.

Gärten? Sind ein Schatz den nicht jeder hat.

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3 Kommentare zu Für Leib und Seele

  1. Traudi sagt:

    Lieber Peter,
    die Überschrift „Für Leib und Seele“ könnte nicht besser passen. Es ist wunderbar, einen Garten zu besitzen. Leider kann ich mich nicht dazu zählen, aber ich erinnere mich noch sehr gut an den Garten meiner Großmutter. Ich durfte sie immer in den Sommerferien besuchen. Dort lieh ich mir in der Ortsbücherei Bücher und setzte mich auf die Bank in ihrem Garten. Es war mein Lieblingsplatz. Glaub mir, lieber Peter, den Duft habe ich heute noch in der Nase! Ich glaube, es gibt nichts, was meine Oma nicht angepflanzt bzw. angebaut hatte. Angefangen von sämtlichen Gemüsesorten, Beeren, und vor allem Blumen. Sie schmückte damit die Wohnung. Zwar hatte sie viel Arbeit damit, aber genausoviel Freude daran.

    Viele Grüße
    Traudi

  2. Brigitte sagt:

    Lieber Peter, sei herzlich gegrüßt.
    Ja, ein Garten mit Blumen und Gemüse macht viel Arbeit und bringt auch Freude durch die Ernte und einem bunten, frischen Blumenstrauß auf dem Tisch.
    An Deinen Vers könnte ich noch einige anhängen, denn dieses Lied singe ich im Seniorenchor.
    Ich hoffe, Du bist wohlauf. Alles Gute wünscht Dir Brigitte.
    Bitte übermittele Irmgard von mir herzliche Grüße. Es war immer eine internette Blog-Korrespondenz zwischen uns. Schade, daß sie nicht mehr bloggt. Ich hoffe, auch sie ist gesund und munter. Ich wünsche Ihr bei Allem was sie tut, Freude, Zufriedenheit und Erfolg.

  3. Christa sagt:

    Hallo Peter!
    Ich freue mich immer, wenn ein neuer Leser vorbeischaut. Danke für deinen Eintrag. Ja, der Besuch der BUGA war schon ein ganz besonderes Erlebnis. Du hast es ja auch erleben dürfen.
    Dein Gartenbericht gefällt mir sehr. Ich beneide jeden, der so einen Garten sein Eigen nennen darf. Es stimmt schon, man muss zwar im Schweiße seines Angesichts dort arbeiten, aber dann hat man auch die unglaubliche Freude, ernten zu dürfen. Nichts ist doch leckerer, als Gemüse und Früchte aus dem Garten.
    Habe mir auch gerade deine Fots angeschaut! Heidelberg!!! Erinnert mich sehr an eine Blogfahrt mit den Blogfreundinnen 2007 in diese entzückende Stadt!
    Liebe Grüße,
    Christa

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